Buch-Neuerscheinung: Supervision in Mesoamerika

Übersetzung aus dem Spanischen von Silke Kapteina
346 Seiten | Broschur | 39,90 € (D) | 41,10 € (A)
ISBN 978-3-8379-3049-8 | ISBN E-Book 978-3-8379-7774-5
Buchreihe: Therapie & Beratung

Wie lassen sich in von Gewalt, Ausbeutung und Armut geprägten Arbeitswelten sichere Räume der Reflexion und Möglichkeiten, schädlichen Dynamiken entgegenzuwirken, schaffen? Mit der psychosozialen Supervision haben die Autor*innen dieses Sammelbandes neue Wege in Guatemala, El Salvador und Mexiko beschritten.
In Essays, Berichten und Fallbeispielen beschreiben sie, erstmals für ein deutsches Publikum, ihre vielfältigen Erfahrungen mit der psychosozialen Supervision und bieten damit tiefgehende Einblicke in den fremden kulturellen Kontext. 15 Jahre nach Beginn der ersten Supervisionsausbildung in Mesoamerika wird damit deutlich, wie wichtig geschützte Reflexionsräume für die Verarbeitung von Gewalterfahrungen in einer traumatisierten Gesellschaft sind und wie die Supervision Wege aus toxischen Arbeitsverhältnissen weisen kann.

Mit Beiträgen von José Herbert Balaños Valenzuela, Ana Elena Barrios, Vilma Duque, Gerardo Espinoza Santos, Maricruz Figueroa Portillo, Perla Guerra Ramos, Silke Kapteina, Mónica Esmeralda Pinzón González, Yolanda Mariayín Quevedo Castillo, Elisabeth Rohr, Liliana Souza und Patricia Zamudi

Vilma Duque, Dr. phil., arbeitet in den Bereichen Friedenssicherung, Gewalttransformation und Umgang mit Traumata. Im Auftrag von Brot für die Welt war sie dafür zuständig, die Supervisionsausbildung in Guatemala zu etablieren.

Elisabeth Rohr, Prof. Dr., war bis 2013 Professorin für Interkulturelle Erziehung an der Philipps-Universität in Marburg. Sie ist als Gruppenanalytikerin, Supervisorin und Consultant u.a. in Mesoamerika tätig.

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Ringvorlesung: Kriegstraumatisierte Flüchtlingskinder in Deutschland, 2016

Die Versorgung und Betreuung kriegstraumatisierter Flüchtlingskinder in Deutschland stellt für Gesundheitsdienste eine große Herausforderung dar: Da sind asylrechtliche und sprachliche Hürden zu berücksichtigen, die eine rasche psychosoziale oder psychotherapeutische Versorgung und Behandlung entweder verunmöglichen oder zumindest erschweren. Doch jenseits dieser rechtlichen und sprachlichen Schwierigkeiten, stellt sich die Frage, wie eine kultursensible, diversitätsbewusste und vorurteilsbewusste Arbeit mit kriegstraumatisierten Kindern aussehen kann, die weder das Trauma der Kinder individualisieren, noch entkontextualisieren will? Dies ist ein Mitschnitt des Vortrages von Frau Prof. Dr. Elisabeth Rohr: Kriegstraumatisierte Flüchtlingskinder in Deutschland: Chancen und Grenzen ihrer psychosozialen Versorgung und Betreuung vom 14.12.2016. Es war ein weiterer Vortrag der Ringvorlesungen an der FU Berlin, veranstaltet von Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder unter Mitwirkung des Alfred Adler Instituts Berlin und des Landesverbandes der Deutschen Gesellschaft für Individualpsychologie (DGIP). Das Thema der Ringvorlesungen ist: Flucht und Ankommen: psychosoziale Aspekte von Migration und Integration.